• doris rothauer

Kann uns Kunst aus der Krise helfen?

Jetzt ist die richtige Zeit für Veränderungen: Schaffen wir gemeinsam die Kunst & Kultur-Welt, die wir wollen! Geben wir Kunst & Kultur den Raum, den sie für ihr gesellschaftliches Wirken brauchen! Setzen wir gemeinsam neue Maßstäbe für Kulturinstitutionen, die weit über quantitative Leistungskennzahlen hinausgehen!

Cultural Impact hat im Sommer 2020 die Kampagne "Kunst muss alles ändern" gestartet. Art Direction: Goran Golik

Sommer 2020. Ein außergewöhnlicher Sommer, in vielerlei Hinsicht. Ein außergewöhnlicher Sommer auch für uns, für Cultural Impact. Denn vor dem Hintergrund des „Hochfahrens“ des Kulturbetriebes nach dem Lock-Down haben wir in Kooperation mit FuturAbility ein neues Projekt gestartet. BACK TO UNUSUAL. Die COVID-19-Pandemie hat viele Veränderungen mit sich gebracht, die trotz aller Herausforderungen auch eine Chance sind, die Zukunft so sinnstiftend und nachhaltig zu gestalten, wie wir sie uns wirklich wünschen. Back to Business, aber back to UNUSUAL Business. Dass es das braucht, auch im Kunst- und Kulturbetrieb, davon sind wir überzeugt. Wo aber liegt das Veränderungspotenzial, wo braucht es UNUSUAL, um zukunftsfähig zu bleiben?



Innovative Wege dafür wurden vom Kunstbereich bereits während der Krise aufgezeigt. Kunst- & Kulturschaffende sind mit Eintreten der Pandemie aktiv geworden, um mit neuartigen Online-Angeboten der Krise zu trotzen und Wege für ein Leben danach aufzuzeigen. Denn die Rahmenbedingungen werden sich ändern. Zum Beispiel wird es auch in Zukunft eine veränderte Besucherstruktur geben, hin zu lokalen Communities, zur Zivilgesellschaft, denn der Kulturtourismus bricht noch eine Zeit lang weg. Dafür wiederum wird es neue Angebote brauchen, die auf Inklusion, Partizipation, Gemeinwohl, Nachhaltigkeit aufbauen und abzielen. Es wird eine Öffnung der Institutionen brauchen, hinaus in den Stadtraum, in den öffentlichen Raum, auch weiterhin in den digitalen Raum. Es wird neue Erfolgskriterien brauchen, abseits reiner Besucherzahlen. Es wird gemeinsame Visionen, entsprechende inhaltliche Strategien und ein neues Wirkungsmanagement brauchen.



In intensiven On- und Offline-Dialogen haben wir über den Sommer dieses Potenzial aufgespürt, begleitet von einer Kampagne in den sozialen Medien unter dem Titel „KUNST MUSS alles ändern“, wo wir 3 zentrale Fragen stellen:

  • Welche Gesellschaft wünschen wir uns „nach Corona“?

  • Welche Rolle sollen dabei Kunst, Kultur, Kreativschaffen spielen?

  • Welche Kulturinstitutionen wünschen wir uns in Zukunft?



Wir verstehen unser Projekt als eine Einladung an alle Kunstschaffenden, Kunstinstitutionen und Kunstinteressierten, Veränderung mitzugestalten. In einem co-kreativen und partizipativen Prozess schaffen wir eine Open Source-Plattform für Kunst & Kultur und ihre Stakeholder, um:

  • Diskussion, Austausch und Vernetzung zu fördern,

  • gemeinsam Visionen und Strategien zu entwickeln,

  • das „Hochfahren“ der Kunst- & Kulturorganisationen zukunftsorientiert zu gestalten.


Ziel ist das gemeinsame Entwickeln von Zukunftsbildern und „Handlungsleitfäden“, mit dem Impact:

  • Veränderung auf der persönlichen Ebene: Schärfung von Bewusstsein & Haltung, Empowerment zur Mitgestaltung, Sinnerfüllung & Anerkennung, Orientierung & Mitverantwortung;

  • Veränderung auf der institutionellen Ebene: Kulturinstitutionen nutzen ihre transformative Kraft und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung;

  • Veränderung auf der gesellschaftlichen Ebene: Die Gesellschaft orientiert sich an Kulturinstitutionen in ihrer Rolle als inklusive und nachhaltige Einrichtungen für die Zivilgesellschaft.



Das Projekt wird von einer eigenen website begleitet, auf der man sich zum Mitwirken und Mitgestalten registrieren kann, und auf der wir die Ergebnisse des Prozesses laufend sichtbar machen. Rund 50 MitegstalterInnen haben sich bereits gefunden. Hier zum Reinschnuppern Auszüge aus den Gesprächen und Interviews, über die wir auch laufend in unserem Cultural Impact Blog berichten werden.

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